Tag 28
01.02.2015, 22:48 Uhr

Positionen zum Wohnungsbau

Anstatt fertig ausformulierte Entwürfe zu liefern, nutzen wir die Werkstatt, um grundlegend über Wohnungsneubau in Leipzig nachzudenken. Ähnlich einem Manifest haben wir Positionen formuliert, die allgemeingültige und dennoch spezifisch auf Leipzig zugeschnittene Prämissen des Wohnungsbaus aufzeigen und sie mit assoziativen Ideenbildern illustriert. Leipzig braucht guten Wohnungsneubau. Es ist richtig, jetzt über das “Wie” zu diskutieren.
Zukunft des Wohnens
01.02.2015, 22:39 Uhr

WohnReFlex

Anzeige in der Leipziger Volkszeitung vom 3. Februar 2015

„Sie wollen glücklich wohnen und Ihr Lebensumfeld mitgestalten?
Dann suchen wir Sie für unser Projekt „WohnReFlex“

Unsere künftigen Bewohner sind als gleichwertige Akteure einer Bau-/ Haus- und Wohngemeinschaft zu verstehen. Sie bekommen die Chance, die Geschicke ihrer unmittelbaren Wohnumgebung schon ab der Planungsphase selbst mit lenken zu können. Damit wird die künftige Entwicklung Ihrer langlebigen Hausgemeinschaft in ihre Hände gelegt. Sie können die Situation im Wohnhaus nach Bedarf anpassen, denn das Leben hält für jeden ungeahnte Überraschungen bereit, die unsere Kreativität, Flexibilität und Entscheidungsfreude herausfordern. Die LWB und das Team der Quartiersentwickler koordinieren mit Ihnen die Startphase, Sie gründen die für Sie passende Organisationsform und wir unterstützen bei der Verwirklichung der gewünschten Raum- und Nutzungsmöglichkeiten in Ihrem neuen Haus. Im Leipziger Westen halten wir einen Standort am künftigen Bürgerbahnhof Plagwitz für Sie bereit.

Es kann gleich morgen losgehen!“
Zukunft des Wohnens
Tag 26
Idee 6
von selbstnutzer
30.01.2015, 15:43 Uhr

3. Idee: Bunt ist beautiful -

Aus überzogenen Rationalisierungs- und Vereinfachungsbemühungen, die meist in der Vielzahl der zu planenden Wohneinheiten ihren Ursprung haben, kommt es zur Monotonie und sich endlos wiederholenden Fassadenelementen und Formen. Im Folgenden findet sich ein Vorschlag, um bei gleichen Kosten den Wohnwert zu erhöhen.
(Diese Idee ist für die Grundstücke Meißner Str. und Gaußstr. geeignet)
3. Idee:
Bunt ist beautiful – Kleinteiligkeit der Parzellierung und Vielfalt der Fassaden –
Qualität durch unterschiedliche Architektur
Um sich in einer Wohnung wohlfühlen zu können, ist auch die Gestaltung des Straßenraums von Bedeutung. Je vielfältiger die Fassaden gestaltet sind, je unterschiedlicher Türen und Fenster ausfallen und je farbenfroher eine in sich abgestimmte Farbpalette zur Anwendung kommt, desto wohler ist dem Menschen, bereits wenn er auf sein Haus zugeht. Die kleinteilige Parzellierung aus früheren Jahrhunderten war und ist dem Menschen angemessen. Der industrialisierte und durch-rationalisierte Wohnungsbau mit hohen Stückzahlen ist es nicht. Gute Architektur entsteht nicht im Computer und jeder Architekt findet ganz unterschiedliche Lösungen für die jeweils gestellte Aufgabe. Qualität im Straßenraum entsteht dabei ganz nebenbei, wenn verschiedene Architekten nebeneinander planen und bauen. Man muss sie nur lassen.
Zukunft des Wohnens
Idee 5
von selbstnutzer
30.01.2015, 15:40 Uhr

2. Idee: PlusMinus-Service-Wohnen –

PlusMinus-Service-Wohnen – der eine nimmt, der andere gibt, aber nicht umsonst

Der eine Mieter läßt sich helfen und bezahlt das auch, der andere Mieter hilft und senkt dadurch indirekt seine Miete. Wenn dies im gleichen Haus passiert, können beide besser leben. Wenn der Vermieter dies systematisch organisiert, ist es im Prinzip nicht anders, als wenn der Hausmeister¬dienst das Treppenhaus putzt. Hier beschränkt sich die Hilfeleistung aber auf haushaltsnahe Tätigkeiten, die fast jeder leisten kann. Der Anreiz dazu ist der Verdienst, dafür braucht es eine Ordnung und Tarife, aber nur ganz einfache. Und es braucht einen, der das organisiert.
Zukunft des Wohnens
Idee 4
von selbstnutzer
30.01.2015, 15:38 Uhr

Idee 1: Less is more – home-table-sharing

(Diese Idee ist für alle 4 Grundstücke geeignet)

Idee 1: Less is more – home-table-sharing*
weniger Wohnfläche mit Mehrwert durch eine Gemeinschaftsküche
Das Prinzip carsharing heißt nicht besitzen, sondern nur anteilig nutzen und dadurch Kosten sparen. Beim Wohnungsbau können Kosten eingespart werden, wenn wenig genutzte Flächen, die aber viel kosten, intelligent ersetzt werden. Hier handelt es sich um den großen Esstisch für die Familienfeiern, der 360 Tage im Jahr nur Platz wegnimmt, dafür aber an den 5 restlichen Tagen dringend gebraucht wird. Diesen Nutzen bietet auch ein Raum, der z.B. im Erdgeschoss oder auf dem Dachgarten als Gemeinschaftsfläche anteilig mitgemietet wird, wo dann die Geburtstagsfeier etc. stattfindet. Damit dieser Raum funktioniert, braucht er eine spezielle Küchenausstattung und eben den großen Ausziehtisch, der in den anderen Wohnungen dann fehlen darf. Gut fürs Portemonnaie, aber auch gut für die Gemeinschaft der Mieter in einem Haus.
Zukunft des Wohnens
Tag 24
Karsten Gerkens
28.01.2015, 15:58 Uhr
 
Liebe TeilnehmerInnen der LWB-Online-Architekturwerkstatt,

die Bearbeitungszeit geht in die letzte Phase! Wir als Kooperationspartner in diesem Verfahren sind schon sehr gespannt auf Ihre Beiträge. Wir erhoffen uns vielfältige Ideen und Impulse zum Thema kooperative Wohnprojekte auf innerstädtischen Neubaustandorten. Diesem Thema messen wir bei der strategischen Neuausrichtung der Stadt angesichts dynamischen Bevölkerungswachstums und den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen eine wichtige Rolle bei.

Auch in früheren Phasen des Umbruchs - in den 1990iger und 2000er Jahren in Zeiten der Schrumpfung und des hohen Leerstands - führten vor allem breit angelegte, interdisziplinäre Diskurse mit der Stadtgesellschaft zu erfolgreichen und imageprägenden Lösungen wie bspw. die Zwischennutzungsmodelle, Wächterhäuser und Hausgruppenprojekten.

Von besonderem Interesse für uns sind auch die Vorschläge von Nicht-Leipziger-TeilnehmerInnen. Denn bei Ihnen fließen die Erfahrungen aus anderen Städten und Regionen sowie Ihre Außensicht auf die Stadt Leipzig mit ein.

Viel Erfolg für den Endspurt und schon jetzt herzlichen Dank für Ihre Teilnahme an der Werkstatt!

Karsten Gerkens
Amtsleiter
Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW)
Stadt Leipzig
Allgemeine Informationen · Zukunft des Wohnens
Tag 18
Thomas Dohrmann
22.01.2015, 09:52 Uhr
Reaktion auf den Beitrag von Steffen D.
Hallo Steffen D., wie schon gesagt, das ist ein spannnender Ansatz. Wenn ich das Wohn-Lebenszyklus-Modell richtig verstehe, soll eine Wohnung, auch Mietwohnung, mit den Lebensumständen wachsen (z.B. Kinder) und auch wieder schrumpfen (erwachsene Kinder) können. Das wäre wirklich ein Quantensprung hinsichtlich der Lebensqualität und auf Grund des anpassbaren Flächenkonsums sicherlich auch ökologisch nachhaltiger als so manches andere.
Bliebe die immobilienwirtschaftliche Sicht: Wie definiert sich das kleinste bereitzustellende Modul? Ist das eine im Zweifel auch eigenständig vermietbare Einheit oder entstehen bei Nicht-Nachfrage, zum Beispiel durch im Haus gemeinsam alternde Mietparteien, nicht nachgefragte und zugleich unvermietbare Nebenflächen? Das wäre eine suboptimale Situation und könnte ja mal mit untersucht werden.

Zum Thema Immobilien-Lebenszyklus: Die Standzeit wird in der Regel länger als die durchschnittliche menschliche Lebenszeit sein. Innerhalb der Standzeit durchläuft diem Immobilie - in der Regel mehrmals - Sanierungs- und Instandsetzungszyklen. Letztere in Abhängigkeit unterschiedlich langer technischer Lebensdauern von Bauwerksteilen (z.B. Dach 40 Jahre, Aufzug 20 Jahre, Fenster bis zur ersten Instandsetzung 10 Jahre usw.). Bleibt der parallel laufende "moralische" Verschleiß - die Anpassung des Wohnungsinnenlebens an Trends und Moden und Lebensumstände trotz eigentlich technischer Unversehrtheit.
Diese Zyklen überlagern sich, und wenn wir zusätzlich einen Wohn-Lebenzklus der Menschen, einhergehend mit pulsierendem Flächenkonsum, berücksichtigen, sollten wir aufwandsoptimierend versuchen, eine gewisse Synchronität herbeizuführen.

Als Untersuchungsansatz wirklich sehr verfolgenswert!
Zukunft des Wohnens
Tag 17
Moderation
Alexandra Schott
21.01.2015, 12:49 Uhr
Kommentar zur Idee Lebenszyklus des Wohnens
Hallo Matrix, vielen Dank für diese erste Idee. Der Ansatz des modularen Bauens liegt nahe, wenn das Ziel Flexibilität gegenüber den Lebensphasen heißt. Das Wohnmudule je nach Bedarf zusammengeschaltet oder auch wieder getrennt werden, ist eine mögliche Antwort im Umgang mit dem Thema. In der Vergangenheit haben sich daran schon einige versucht (Ich denke dabei zum Beispiel an die Container Häuser.). Nun interessiert uns brennend, wie Sie das Thema praktisch umsetzen möchten? Vielleicht gibt es ja hierzu auch andere Meinungen und/oder Erfahrungen.
Zukunft des Wohnens
Tag 15
Moderation
Alexandra Schott
19.01.2015, 14:53 Uhr
Reaktion auf den Beitrag von matrix
Hallo matrix, tatsächlich sollen die Entwürfe möglichst nicht nur Angebote für eine spezielle Zielgruppe schaffen – obgleich bei den oben genannten sicher Bedarf besteht. Vielmehr sollte flexibel auf heterogene Nutzungsgruppen reagiert werden. In den Exposés haben wir die Zielgruppen bzw. das vorhandene Klientel ansatzweise beschrieben. Hieran können Sie sich orientieren. Darüber hinaus ist die LWB aber grundlegend auch anderen Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen. Gern verweise ich an dieser Stelle auch nochmals auf den Bericht Wohnungsbaumonitoring 2014/15 der SAB in meinem Eintrag vom 08.01.2015. Ich hoffe, ich konnte damit ein Stück weiter helfen?
Zukunft des Wohnens
matrix
19.01.2015, 11:07 Uhr
 
Hallo Miteinander,
mich würde ja nochmal Interessieren wie so der aktuelle Wohnungsbedarf der verschiedenen Nutzergruppen in Leipzig ist??
Gibt es Bedarf an altersgerechten- studentisches- integratives Wohnen.......auch wenn sicherlich die Entwürfe relativ alles ermöglichen sollten.

Vielen Dank im Voraus
Matrix
Zukunft des Wohnens
Tag 14
Moderation
Alexandra Schott
18.01.2015, 12:27 Uhr
Reaktion auf den Beitrag von Thomas Dohrmann
Lieber Herr Dohrmann, vielen Dank für die Informationen und den Verweis zum Lärmindex. Die Fragen, die uns erreichen, werden konkreter. Vieles wird auch telefonisch an uns herangetragen und oft können wir im Prozess ein Stück weiterhelfen.

In der Architekturwerkstatt ist Halbzeit. Nutzen Sie die verbleibenden zwei Wochen, um noch entstehende Fragen zu stellen und schlussendlich, um Ihren Beitrag zur Architekturwerkstatt hochzuladen. Wir sind sehr gespannt auf die Ideen und Ansätze.
Gauss-/Heimteichstraße · Zukunft des Wohnens
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